Dieser Artikel ist aus: Transport. Er betrifft die Themen: Strom
Mercedes Vito, Elektro-Transporter, Daimler AG. Vitoria, smart ed, B-Klasse F-Cell
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Kleinserienfertigung noch heuer

Mercedes Vito: Die elektrische Alternative

(16.02.2010)

In immer mehr Großstädten werden Umweltzonen eingerichtet, die nicht nur im Bereich der individuellen Mobilität, sondern auch im Lieferverkehr neue Ansätze erfordern. Eine mögliche Lösung präsentiert Mercedes mit einem elektrisch betriebenen Vito.


Die immer strenger werdenden Umweltauflagen in den Großstädten machen nicht nur im Pkw-Bereich ein Umdenken notwendig, sondern auch im Transport- und Lieferwesen. Die optimale Lösung ist in beiden Fällen dieselbe: Emissionsfreiheit im Betrieb ermöglicht ausschließlich der Elektroantrieb, wobei es keinen Unterschied macht, ob dieser seine Energie aus einer Batterie oder einer Brennstoffzelle bezieht. Erfahrung in diesen Bereichen hat die Daimler AG in jedem Fall genügend. Bereits seit 2007 ist eine Versuchsflotte an batteriebetriebenen smart-Kleinwagen in London unterwegs. Im November des vergangenen Jahres lief die Kleinserienproduktion der zweiten, deutlich verbesserten Generation an, die sich nun ein weiteres Mal bewähren soll, bevor sie 2012 allgemein verfügbar sein wird. Ebenfalls bereits in einer limitierten Auflage wird der Mercedes-Benz B-Klasse F-Cell gefertigt, der dank Brennstoffzelle eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern zulässt und damit nicht nur auf den Einsatz im urbanen Raum beschränkt ist.

 

Vor wenigen Tagen präsentierte die Daimler AG nun eine elektrische Lieferwagenvariante des Mercedes-Benz Vito für den innerstädtischen Einsatz und damit den weltweit ersten Transporter, der bereits ab Werk mit dieser Antriebstechnologie ausgestattet ist. Bei der Konzeption des emissionsfreien Transporters entschieden sich die Techniker für eine Batterie-Lösung, deren Grundlage ein leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku bildet. Laut Hersteller beträgt die Reichweite praxisgerechte 130 Kilometer, soll bei entsprechender Fahrweise allerdings noch deutlich darüber liegen. Aus Effizienzgründen und dem Einsatzzweck gemäß ist die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h beschränkt.

 

Unbeeinträchtigt ist hingegen sowohl Transportvolumen als auch Nutzlast. Im elektrischen Vito können über 900 Kilogramm transportiert werden – eine Zuladung, mit der der 90 kW starke Elektromotor keine Probleme haben sollte. Keinerlei Einschränkungen gibt es natürlich beim Thema Sicherheit: Der Elektro-Vito wird genauso wie seine konventionell angetriebenen Geschwister die üblichen Crashtests absolvieren und über die gewohnte Ausstattung (ESP, ABS, ASR, Airbags) verfügen.

 

Die Kleinserienproduktion des Elektro-Vito läuft nach heuer an, und wird in die normale Serienproduktion im spanischen Mercedes-Werk Vitoria integriert. Dadurch soll es bis Jahresende möglich sein, die ersten hundert Fahrzeuge an zwanzig Kunden zu übergeben, bei denen es sich vorrangig um Flottenbetreiber und öffentliche Institutionen handelt. Damit ist es allerdings noch nicht getan, denn Mercedes-Benz denkt in dieser Hinsicht in deutlich größeren Dimensionen: In einem folgenden Schritt sollen weitere 2.000 Exemplare gebaut werden.


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