Dieser Artikel ist aus: Transport. Er betrifft die Themen: Erdgas

Mercedes Erdgas-Sprinter besteht DPD-Test

MADEGASCAR-Projekt in der Steiermark

(29.05.2009)

Das „Intelligent Energy Europe“-Programm der EU fördert unter dem Projektnamen MADEGASCAR die Marktentwicklung von erdgasbetriebenen Fahrzeugen in den zehn Teilnehmerländern.


Drei Monate lang testete das DPD-Logistikcenter Karlsdorf mit der Unterstützung des Fahrzeughändlers Konrad Wittwar GesmbH und des MADEGASCAR-Partners Steirische Gas-Wärme GmbH den erdgasbetriebenen Mercedes-Benz Sprinter NGT auf seine Alltagstauglichkeit. Erfolgreich, wie man den Worten Christian Pabsts, Prokurist von DPD Kalsdorf und unter anderem auch verantwortlich für Umweltfragen, entnehmen kann: „Der Erdgas-Sprinter im Alltagsbetrieb ist im Paketdiensteinsatz von einem so genannten Normalfahrzeug  mit Dieselantrieb nicht zu unterscheiden. Das gilt für Belade- und Fahrbetrieb genauso wie in Punkto Sicherheit.“ Im Rahmen des Tests wurden in den drei Bereichen „Kurzstrecke in der Stadt“, „Mischbetrieb“ und „Langstrecke“ insgesamt 10.918 Kilometer zurückgelegt und 8.427 Pakete zu 4.418 Adressen geliefert. Einen Vorteil im Langstreckenbetrieb machte das Logistikunternehmen in der großen Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern aus, die der Sprinter durch die bivalente Auslegung (er kann sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden) gewährleistet. Erwähnenswert ist auch der Preisvorteil von Erdgas gegenüber Benzin und Diesel, denn beim Einsatz im urbanen Bereich konnten die Kosten um 15 Prozent gesenkt werden. Und auch die Umwelt profitiert: Unter anderem dadurch, dass bei der Verbrennung des alternativen Treibstoffs keine Rußpartikel entstehen. Allein bei dem dreimonatigen Test wurde außerdem allein eine Tonne CO2 eingespart. Erdgas-Fahrzeuge können im Übrigen überdies mit komprimierten Biomethan betrieben werden, was ihre CO2-Bilanz noch weiter verbessert.

 

Auch die Versorgung mit Erdgas stellte im Testbetrieb kein Problem dar, da die Infrastruktur in der Steiermark bereits flächendeckend ausgebaut ist. Dennoch verspricht DI Heimo T. Blattner von der Steirischen Gas-Wärme GmbH einen weiteren Ausbau des Erdgastankstellennetzes.


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