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Zeiten des Wandels
Saubere Autos am Genfer Automobilsalon Teil 1
(03.03.2010)Während der Hybridantrieb Eingang in mehr und mehr Segmente findet und der Hype um die Elektromobilität auf ein vernünftiges Maß gebracht wird, wächst das Angebot an konventionellen Fahrzeugen, die unter 100 g/km CO2 emittieren.
Alles ist in Bewegung, nichts scheint mehr so, wie es einmal war. Heute genügt es den Automobilherstellern nicht mehr, an bestehenden Fahrzeugen herumzufeilen und sie als überarbeitete Modellgeneration vorzustellen und dem Messeauftritt in Genf mit einem spektakulär gestalten Showcar ein geeignetes Glanzlicht aufzusetzen. Nein, heute verlangt die Öffentlichkeit nach Lösungen für die Mobilität von morgen, deren Hauptmerkmale Nachhaltigkeit und eine geringere Umweltbelastung sind, und diese sollen nicht mit den Verweis auf eine Serienreife in unbestimmter Zukunft präsentiert werden, sondern mit einem genau definierten Zeitplan – und bitte auch noch frei von Einschränkungen bezüglich Leistung und Komfort.
Große Herausforderungen also für die Automobilindustrie, die in Genf für eine spürbare Aufbruchsstimmung sorgen. Dass die angepeilten Ziele auf unterschiedlichstem Weg erreicht werden können, zeigt eine Vielzahl an Fahrzeugen, die den diesjährigen Automobilsalon so spannend und im Rückblick vielleicht zu einem entscheidenden Datum in der Geschichte des Automobils machen: Große Autos sind so sparsam und sauber wie noch nie, kleine Modelle mit einer bisher nicht gekannten Fahrdynamik und Sicherheit ausgestattet, und der Hybridantrieb ist nun nicht mehr nur Vorrecht höherer Fahrzeugsegmente, sondern dient auch kleineren und preisgünstigeren Modellen als Antriebsquelle. Und während der Erdgas- und SuperEthanolbereich keine großen Überraschungen bietet, dürfte es hingegen wirklich ernst werden mit der Elektromobilität: Neben den zahlreichen Vorschlägen für E-Fahrzeugen von morgen kann man in Genf auch jene Modelle bestaunen, die noch heuer auf den Markt kommen. Begleiten Sie uns auf einem Rundgang durch die Messehallen und freuen Sie sich mit uns über ein Fahrzeugangebot, das Nachhaltigkeit auf vielfältigste Weise präsentiert.
Sparsame Verbrennungsmotoren
Das rasante Tempo, mit dem die Motorenentwicklung voranschreitet, wird in Genf anhand einer erstaunlichen Vielzahl an Benzin- und Dieselmodellen bewiesen, die in der serienfertigen Ausführung weniger als 100 g/km CO2 emittieren. Dieser Umstand hat auch die Redaktion von saubereAutos.at dazu veranlasst, die Definition eines „sauberen Autos“ neu zu überdenken (dazu in Kürze noch Näheres). Während uns beim Start der Plattform im Sommer 2007 eine CO2-Obergrenze von 140 g/km im Bereich der konventionellen Modelle sinnvoll erschien, so haben wir diese ab sofort auf 120 g/km gesenkt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass wir uns in Zukunft auf Kleinwagen beschränken müssen: Eines der (form-)schönsten Beispiele ist hier der Volvo S60, der in Genf seine Weltpremiere feiert und noch im Laufe des ersten Produktionsjahres als besonders saubere DRIVe-Variante angeboten werden soll. Ähnlich veranlagt ist auch der 320d EfficientDynamics Edition, der als Demonstrationsobjekt für die nachhaltige BMW-Strategie dient. Auch Mercedes-Benz erweitert sein Angebot an BlueEfficiency-Modellen und erreicht dabei erstaunlich niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte. Der Opel Meriva bereichert das Minivan-Segment mit seinem gelungenen Design, dem innovativen „FlexDoor“-System und einer besonders sparsamen ecoFLEX-Variante. Viel Platz soll auch die Kombiversion des Seat Ibiza zur Verfügung stellen, die in Genf unter der Bezeichnung ST ihre Premiere feiert. Hyundai überarbeitet und vergrößert sein Angebot an i-Blue-Modellen weiter und erreicht dabei CO2-Emissionen unter 100 g/km.
Die Mini-Familie wird um den Countryman erweitert, der die gewohnte Sparsamkeit in einer Kompakt-SUV-Karosserie bietet, bei Volkswagen hat man nun mit dem Cross Polo die Möglichkeit, saubere Motoren mit einer robusten Optik zu kombinieren. Die Skoda-Modelle Fabia und Roomster wurden nicht nur optisch überarbeitet, sondern sind nun erstmals mit den effizienten TSI- und Common-Rail-TDI-Motoren verfügbar.
Als sportlichster Vertreter seines Segments soll der neue Audi A1 den Premium-Charakter der Marke in die Kleinwagenklasse übertragen. Beispielhaft: Alle vier zu Markstart angebotenen Motoren emittieren dank Downsizing weniger als 120 g/km. Dasselbe Triebwerksprinzip zur Effizienzsteigerung treibt Fiat an die Spitze: Die neue Zweizylinder-Motorenfamilie TwinAir debütiert in Genf in einem 500 mit einer Leistung von 85 PS und einem CO2-Ausstoß unter 100 g/km. Ein weiterer Kleinwagen-Klassiker wurde komplett überarbeitet: Der Nissan Micra präsentiert sich mit gewohnt sparsamen Motoren unter einer völlig neuen und sehr attraktiven Karosserie. Airdream nennt sich das Umweltlabel bei Citroen, das nun auch in den neuen Baureihen C3 und DS3 (CO2-Emissionen unter 100 g/km) zum Einsatz kommt. Der EcoDynamics-Schriftzug kennzeichnet die besonders sauberen Kia-Modelle: Der cee´d emittiert in dieser Ausführung unter 100 g/km CO2.
Dass das Kleinwagensegment nun immer größere Kundenkreise anspricht und nun auch ganz neue Ansprüche zu erfüllen hat, beweist der auf dem Toyota iQ aufbauende Aston Martin Cygnet, der kleinen Verbrauch mit großem Luxus kombiniert. Eine genauso aussagekräftige, aber anderslautende Antwort gibt Renault mit dem Kompakt-Roadster-Coupé Wind.
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