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Weltpremiere in Genf
Opel Meriva: Neuer Zugang
(08.02.2010)Ein Minivan muss nicht nur praktisch sein, sondern kann durchaus auch gehobenen Designansprüchen genügen, meint Opel und stellt mit dem neuen Meriva ein Fahrzeug vor, das seine Andersartigkeit nicht nur auf das FlexDoor-System beschränkt.
Vor zwei Jahren wurde am Genfer Automobilsalon die Opel-Studie Meriva Concept präsentiert. „Einen innovativen Ansatz“ nannte man das damals. Umso schöner ist es, dass dieser neue Zugang zum Thema Minivan – nur in wenigen Details verändert – nun in die Serienversion der neuen Meriva-Generation übernommen wurde, die Anfang März ebenfalls in Genf ihre Weltpremiere feiern wird. Denn stand in diesem Segment bisher fast überwiegend die Funktion über der Form, so demonstriert Opel nun eindrucksvoll, dass maximale Innenraumflexibilität auch mehr als nur ansprechend verpackt werden kann – eine ausgezeichnete Basis für den neuen Meriva, um die Erfolge des in Europa über eine Million Mal verkauften Vorgängers wiederholen zu können.
Wie schon beim Insignia und beim neuen Astra kommt die neue Opel-Formensprache zum Einsatz, betont die Familienähnlichkeit anhand der sichelförmigen Sicke im Türbereich und setzt eigenwillige, aber durchaus gelungene Akzente im ungewöhnlichen Verlauf der unteren Seitenfensterkante, der vom Designteam auch praktisch begründet wird: Im Fond sitzende Kinder sollen dadurch eine bessere Sicht nach außen haben. Das ist nur ein Beispiel, dass der elegante und dynamische Auftritt des neuen Meriva nicht auf Kosten des Insassenkomforts und der Innenraumvariabilität geht, die schon bei der ersten Modellgeneration mit dem Kunstwort „FlexSpace“ umschrieben wurde. Dieses Konzept wurde nun erweitert, was die Opel-Marketingexperten zur Schaffung neuer Begriffe wie „FlexDoor“, und „FlexRail“ inspirierte. „Der neue Meriva tritt mit dem Anspruch an, der neue Vielseitigkeits-Champion der Automobilindustrie zu sein. Kein anderes Auto bietet so viele praktische Ideen, die das Leben wirklich erleichtern“, sagt Alain Visser, Vice President Sales, Marketing und Aftersales Opel/Vauxhall.
Mit „FlexDoor“ bezeichnet Opel das erstmals in der Fahrzeug-Großserienproduktion eingesetzte Seitentürkonzept, bei dem die hinteren Türen an der C-Säule angeschlagen sind und dadurch einen Zustieg an jener Stelle gewährleisten, der den größten Platz bietet – ohne die sonst üblichen Einschränkungen durch das Radhaus. Alle vier Türen lassen sich darüber hinaus bis zu einem Winkel von fast 90 Grad öffnen. Die in früheren Zeiten gar nicht so unüblichen hinten angeschlagenen Türen wurden vor Jahrzehnten in manchen Ländern aus Sicherheitsgründen sogar verboten, beim neuen Meriva muss man sich in dieser Hinsicht allerdings keine Sorgen machen. Bei Geschwindigkeiten über 4 km/h wird automatisch ein Verriegelungssystem aktiviert, die Betriebssicherheit wird elektronisch überwacht.
Das „FlexSpace“-Konzept des Vorgängers wurde bei der neuen Meriva-Generation noch optimiert. Die variable Gestaltung des Fonds ist nun noch einfacher durchzuführen. Der neue Meriva lässt sich ohne Aus- und Einbau der Sitze mit wenigen Handgriffen vom Fünf-, zum Vier- oder Zweisitzer verwandeln, wobei im letzteren Fall die umgeklappten Rücksitzlehnen eine ebene Ladefläche bilden. Mit „FlexRail“ bezeichnet Opel ein Ablagekonzept für die Mittelkonsole mit auswechselbaren, individuell konfigurierbaren Elementen, die sich auf Aluminiumschienen verschieben lassen. Ebenso praktisch und durchdacht ist der „FlexFix“-Fahrradträger, der in den hinteren Stoßfänger integriert ist, sich bei Bedarf wie eine Schublade herausziehen lässt und Platz für zwei Fahrräder bietet.
Zum Motorenangebot sind bisher nur recht allgemeine Informationen verfügbar: Ab Marktstart wird man beim neuen Meriva aus sechs sparsamen und effizienten Turbo-Triebwerken mit einer Leistung von 75 bis 140 PS wählen können. Auch eine besonders sparsame ecoFLEX-Variante soll von Beginn an Teil des Meriva-Programms sein.
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