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Weltpremiere in Genf
Audi A1: So klein und doch ein echter Audi
(ch: 02.03.2010)Premium-Qualität für alle: Mit dem A1 macht Audi sämtliche Tugenden der Marke einem breiteren Publikum zugänglich und möchte neue und jüngere Zielgruppen erschließen.
Hand hoch, wer sich noch an den Audi 50 erinnert! Mit diesem 1974 vorgestellten Modell, aus dem ein Jahr später die erste Generation des Volkswagen Polo entstand, wollte sich die deutsche Marke im Kleinwagensegment profilieren. Doch kurz darauf wurde alles anders: Mit den aerodynamisch ausgefeilten Limousinen 100 und 200 trat man in Konkurrenz zu anderen renommierten Herstellern in der oberen Mittelklasse, der innovative quattro-Allradantrieb steigerte das Prestige weiter, vergrößerte den „Vorsprung durch Technik“ und machte Audi zur Premium-Marke, die lieber große und sportliche Fahrzeugmodelle verkaufte als Kleinwagen. Also dauerte es ein Vierteljahrhundert, bis der deutsche Hersteller in diesem Segment wieder aktiv wurde: 1999 stellte man den innovativen und technisch hochinteressanten A2 vor, der nicht nur über die „Audi Space Frame“-Technologie verfügte, sondern auch zu den ersten Drei-Liter-Autos am Markt zählte. Anscheinend war er jedoch seiner Zeit zu sehr voraus (oder ganz einfach zu teuer), denn ein echter Verkaufserfolg blieb im verwehrt.
Mit dem neuen Modell A1, das in Genf seine Weltpremiere feiert, unternimmt Audi nun den dritten Anlauf in der kleinen Klasse. Und versucht diesmal alles richtig zu machen. Sämtliche Tugenden, die der Käufer von einem Audi erwartet, sollen auch in einem Fahrzeug untergebracht werden, das nicht einmal vier Meter lang ist: Premium-Qualität, Dynamik, technischer Fortschritt – und natürlich auch ein Höchstmaß an Effizienz. Letzteres ist nicht nur eine Verbeugung vor dem A2, sondern schlicht und einfach die notwendige und passende Antwort auf die aktuellen Erfordernisse des Marktes.
Hinsichtlich des Fahrzeugdesigns stellt der A1 keine Überraschung dar. Verfügte der A2 noch über eine sehr eigenwillige Karosserie (die wahrscheinlich nicht nach jedermanns Geschmack war), geht man nun beim neuen Kleinen keine Experimente mehr ein. Alle stilistischen Merkmale, die auch die größeren Audi-Modelle auszeichnen – vom Singleframe-Grill über die dynamische Dachlinie bis zum charakteristischen Heckdesign –, wurden sorgfältig in einen kleineren Maßstab übersetzt und verleihen dem neuen Modell eine ausdrucksstarke Eigenständigkeit im Segment. Der Innenraum wurde mit derselben Liebe zum Detail gestaltet und betont ein weiteres Mal den Premium-Charakter des kleinen Audi, wobei man gleichzeitig einer jüngeren Zielgruppe entgegenkommen möchte, die mit Bezügen in kräftigen Farben, LED-Innenleuchten oder unterschiedlichen Lackierungen des Dachbogens ihr persönliches Exemplar individualisieren können.
Sämtliche ab Marktstart im A1 erhältlichen Motoren entsprechen dem erfolgreichen Downsizing-Prinzip: Die beiden TFSI-Benziner und die zwei TDI-Dieselaggregate verfügen ausnahmslos über Turboaufladung und Direkteinspritzung – sowie Spritspar-Techniken wie Start-Stop-System, Rekuperation und einem Bordcomputer mit Effizienzprogramm. Als Einstiegsmotor fungiert der neue 1,2 TFSI-Benziner mit einer Leistung von 86 PS und einem maximalen Drehmoment von 160 Nm. Der Durchschnittsverbrauch dieser Version wird vom Hersteller mit 5,1 l/100 km (119 g/km CO2) beziffert. Der darüber angeordnete 1,4 TFSI-Benzinmotor stellt eine Leistung von 122 PS und ein Drehmoment von 200 Nm zur Verfügung. In Kombination mit der optional verfügbaren Siebengang S tronic sorgt das für eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 9,1 Sekunden und einen Verbrauchswert von 5,1 l/100 km (Vergleichswerte für die manuell geschaltete Version: 0-100 km/h in 9,2 Sekunden, Verbrauch 5,4 l/100 km).
Sparmeister in der A1-Familie ist der 90 PS starke, mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattete A1 1,6 TDI, der sich mit nur 3,8 l//100 km (99 g/km CO2) begnügen soll – dennoch entspricht auch diese Variante mit einer Beschleunigung von 0-100 km /h in flotten 12,2 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h dem sportlichen Charakter des kleinen Audi. Die stärkere Ausführung des 1,6 Liter-Dieselaggregats leistet 105 PS: Beschleunigung von 0-100 km/h in 10,8 Sekunden, 187 km/h Spitze, Durchschnittsverbrauch 3,9 l/100 km (103 g/km CO2).
Die gewünschte Dynamik versucht Audi nicht nur durch das zur Wahl stehende Motorenangebot zu erzielen, sondern auch durch die Fahrwerksabstimmung, die den A1 zum sportlichsten Fahrzeug in seinem Segment machen soll. Die optimierte Gewichtsverteilung und die sehr direkte Lenkung sorgen laut Hersteller für eine klassenuntypische Agilität und Fahrdynamik. Als serienmäßiges Sicherheitsnetz verfügen alle A1-Versionen über das Stabilitätsprogramm ESP mit elektronischer Quersperre.
Der Audi A1 feiert am Genfer Automobilsalon seine Weltpremiere, ab Sommer soll er verfügbar sein. Auf die Preisgestaltung darf man gespannt sein.
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