Dieser Artikel ist aus: Motorsport. Er betrifft die Themen: Strom
Erzbergrodeo, Iron Road, Hare Scramble, KTM, Elektromotorrad, Geländemotorrad
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Hoffnung für den Geländemotorradsport

Elektromotorräder starten kostenlos beim Erzbergrodeo

(ch: 19.12.2008)

Die Veranstalter des Erzbergrodeos kennen ihre Breitenwirkung und nützen sie zum Vorteil aller Geländemotorradfahrer. Die Botschaft: Emissionsfreier Motorsport ist möglich!


Erfreute sich der Motorradgeländesport in den 1980ern dank Heinz Kinigadner vor allem in der Sparte Motocross noch einer Popularität, die fast schon an das Abfeiern unserer Alpinski-Stars heranreichte, wurde es schon in den nachfolgenden Jahren ziemlich ruhig um diese Disziplin. Im öffentlichen, später auch im privaten Fernsehen wurden Bewerbe dieser Art immer weniger erwähnt und schließlich todgeschwiegen. Doch das Schlimmste kam erst: Plötzlich erwachte das Interesse am Geländesport wieder – allerdings aus einem ganz anderen Blickwinkel, denn man war krampfhaft auf der Suche nach einen Sündenbock für sauren Regen, Treibhauseffekt und Klimawandel. Trotz der wirtschaftlichen Erfolge des wiedererstarkten heimischen (Gelände-)Motorradherstellers KTM hatten Motocross- und Endurofreunde es immer schwerer, ihren Sport ausüben zu können: Anrainerproteste führten zur Schließung von Jahrzehnte alten Motocross-Strecken (so gibt es auf dem altehrwürdigen Kurs von Sittendorf, einer zu ihrer Zeit gefürchteten und gleichzeitig geliebten Weltmeisterschaftsstrecke, heute genau noch eine einzige Veranstaltung pro Jahr), das Fahren im Wald war sowieso nur mehr eine Erinnerung – Geländesport mit Motorrädern war in der öffentlichen Meinung der Inbegriff politischer Unkorrektheit. Mit einer Ausnahme: Beim seit 1995 jährlich ausgetragenen Erzbergrodeo – inzwischen der größten Enduroveranstaltung der Welt – wurden alle Vorurteile dank des Showeffekts vergessen. Diese Veranstaltung bot nicht nur den aktiven Geländefahrern eine letztes Reservat in Österreich, sondern zog riesige Zuschauermassen an und wurde als Medienspektakel im Fernsehen gefeiert.

 

Genau diese Breitenwirkung, die völlig frei von jedem negativen Beigeschmack ist, mit dem Geländemotorräder sonst meist wahrgenommen werden, nützen die Veranstalter des Erzbergrodeos nun: Fahrer von emissionsfreien Motorräder (sprich: Elektromotorrädern) erhalten einen Gratis-Startplatz für den „Iron Road“-Prolog. Und alle E-Bike-Piloten, die sich dabei mit einer entsprechenden Zeit für den „Red Bull Hare Scramble“ qualifizieren, dürfen aus der ersten Startreihe das Rennen aufnehmen. Damit trägt das Erzbergrodeo nicht nur der rasanten Entwicklung alternativer Antriebsarten im Motorradbereich Rechnung (KTM will bereits im Jahr 2010 eine Serienversion des vor kurzem vorgestellten Prototypen anbieten), sondern belohnt auch all jene Pioniere, die bereits jetzt der neuen Ausrichtung dieses Sports den Weg ebnen – ein deutliches Zeichen, wohin die Entwicklung des Geländemotorrads gehen kann: in eine saubere, emissionsfreie Zukunft


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