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Dauerrenntempo mit CNG und E85
Sensationserfolg für Erdgas-Scirocco am Nürburgring
(ch: 26.05.2009)Eine der härtesten Prüfungen, die es heute noch im Rennsport gibt, haben die alternativ betriebenen Boliden mit Bravour bestanden. Der CNG-Scirocco lieferte mit dem 17. Gesamtrang sogar eine echte Überraschung.
24 Stunden im Renntempo sind eine unglaubliche Belastung für Fahrer und Technik. Vor allem dann, wenn diese auf der berüchtigten Nordschleife des Nürburgrings abgespult werden – und nicht unter klinischen Testbedingungen, sondern in der spannungsgeladenen Atmosphäre eines Langstreckenbewerbs. Glücklicherweise waren beim diesjährigen Bewerb zumindest die Wetterbedingungen günstig, denn bei Regen steigt die Ausfallsquote überproportional an. Immerhin 118 von ursprünglich 170 gestarteten Teams kamen schlussendlich in die Wertung.
Überraschung Nummer 1: Alle von uns im Vorbericht zum 24 Stunden-Rennen vorgestellten Teams, die mit alternativ betriebenen Fahrzeugen angetreten sind, haben das Ziel erreicht. Wiederholte Reifenschäden verhinderten beim Team Heico Sportiv den angepeilten Klassensieg. Nach vier Rennstunden konnte Ulli Andree den SuperEthanol-betriebenen Volvo C30 T5 gerade noch auf der Strecke halten, als bei weit über 200 km/h ein Reifen geplatzt war. In den frühen Morgenstunden sorgte dann zusätzlich ein Radlagerschaden für einen längeren Boxenstopp. Endergebnis: 97. Gesamtrang, 2. Platz in der Klasse. Holger Hedtke, Heico Sportiv-Geschäftsführer, ist dennoch zufrieden, denn „schließlich konnten wir eindrucksvoll beweisen, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes durch die „Grüne Hölle“ gegangen sind und das Ziel mit dem Biokraftstoff CropPower85 erreicht haben.“ Im Gesamtklassement drei Ränge weiter hinten, in der Klasse am 3. Platz findet sich der ebenfalls SuperEthanol-betriebene Ford Focus ST des Teams „Motorsportler helfen“, das sich über einen vollen Erfolg freuen kann: Das Ziel wurde erreicht und der „Aktion Mensch“ kann ein erkleckliches Sümmchen überwiesen werden.
Überraschung Nummer 2: Zwischen diversen Porsche 997 und Audi R8 findet man im Gesamtklassement auf Platz 17 einen der beiden Volkswagen Scirocco GT24 CNG und das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als den bisher größten Erfolg im Rundstreckensport für den Kraftstoff Erdgas. Volkswagen bietet CNG-betriebene Turbomotoren ja bereits in Serienfahrzeugen an, was machbar ist, bewies nun der Renn-Scirocco. Die höhere Klopffestigkeit von Erdgas (rund 130 Oktan) nutzten die Techniker voll aus, um den Scirocco mit höheren Fahrleistungen bei geringerem Verbrauch und niedrigerem Schadstoffausstoß zu versehen. Die Erkenntnisse aus dem erfolgreichen Renneinsatz will Volkswagen unter anderem auch für zukünftige Serienmodelle nützen. Der zweite Scirocco CNG kam übrigens ebenso ins Ziel, genauso zuverlässig, wenn auch mit ein wenig Rückstand: der 101. Gesamtrang bedeutete den 2. Platz in der Klasse.
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