Dieser Artikel ist aus: Modellvorstellungen. Er betrifft die Themen: Diesel
Nissan Cube, Zen, Iki, Kaado, 1,5 dCi, Pure Drive, Shoji Shade
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„Pure Drive“-Dieselversion ab April

Nissan Cube: Japanisches Würfelspiel

(27.01.2010)

Wer hat gesagt, früher gab es mehr Vielfalt und heute sehen alle Autos gleich aus? Nissan verpackt beim Cube alles, was man sich von einem modernen Kompaktwagen erwartet, in eine ungewöhnliche und deshalb umso attraktivere Karosserie.


Eigentlich sollten wir dankbar sein, dennoch können wir uns die Frage nicht verkneifen: Und warum erst jetzt? Der Nissan Cube musste in seiner japanischen Heimat erst mehr als eine Million Mal verkauft und zum Kultauto werden, um nun in der dritten Generation auch nach Europa zu kommen. 1998 wurde das noch relativ konventionell gestylte Ur-Modell vorgestellt, das allerdings bereits über den charakteristischen hohen und quadratischen Karosserieaufbau verfügte. Vier Jahre später wurde dieses Konzept weiter optimiert und mit einem deutlich pfiffigeren Fahrzeugdesign versehen: Die zweite Modellgeneration begründete den Kultstatus des Cube und damit auch dessen wirtschaftlichen Erfolg. Der soll nun noch größer werden, denn das Ende 2008 vorgestellte neue Modell wird nun erstmals auch außerhalb Japans angeboten.

 

Für den österreichischen Markt sind die Verkaufsziele für das laufende Jahr moderat angesetzt: 250 Einheiten will Nissan heuer vom Cube absetzen. Eine fast bescheidene Prognose, schließlich sollte die Kombination aus innenstadttauglicher Wendigkeit, großer Innenraumflexibilität und avantgardistischem Design den Erwartungen moderner und aufgeschlossener Autokäufern ganz exakt entsprechen. Das extrovertierte und deshalb so attraktive Aussehen des Cube dient nämlich nicht dem Selbstzweck, sondern sorgt gleichzeitig für ein Raumangebot, das in diesem Segment neue Maßstäbe setzen soll und fünf Personen Platz und (durch die um 240 Millimeter in Längsrichtung verschiebbare Rückbank) ein Gepäckraumvolumen von bis zu 410 Litern bietet. Die geglückte Verbindung aus Styling und Funktion demonstriert unter anderem auch die ungewöhnliche Heckscheibe, die assymetrisch auf der rechten Wagenseite nahtlos in das Seitenfenster übergeht und damit die Übersicht beim Einparken verbessern soll. Ebenso unkonventionell in diesem Fahrzeugsegment ist die seitlich angeschlagene Hecktür, die zum bequemen Beladen in drei vorgegebenen Stellungen einrastet.

 

Der Innenraum soll nicht nur viel Platz bieten, sondern auch für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Dafür ist der Cube nicht nur mit loungeartigen Sitzmöbeln ausgestattet, sondern auch mit einem (in Österreich übrigens bei jeder Version serienmäßigen) großflächigen Panoramadach, das an grauen Tagen für mehr Helligkeit sorgt und bei starker Sonneneinstrahlung entweder durch ein konventionelles Rollo oder durch die sogenannte „Shoji Shade“ abgedeckt werden kann. Bei letztgenanntem Feature handelt es sich um eine Jalousie, die an japanisches Reispapier erinnert und das Licht gefiltert in den Innenraum lässt.

 

Zur Markteinführung am 30. Jänner steht erst einmal das Benzinmodell zur Verfügung, ab April rundet das aus Sicht von saubereAutos.at interessantere 1,5 Liter dCi-Dieselaggregat das Cube-Programm ab. Nicht umsonst wurde letzteres mit dem Nissan-Umweltlogo „Pure Drive“ ausgezeichnet: Ausgestattet mit einer Common-Rail-Einspritzung und einem Partikelfilter begnügt sich der 110 PS starke Motor laut Hersteller mit durchschnittlich 5,2 l/100 km, was einem CO2-Ausstoß von 135 g/km entspricht.

 

21.370,- Euro (inkl. NoVA und MwSt.) wird der Nissan Cube in der ausschließlich mit einem manuellen Sechsganggetriebe verfügbaren Dieselversion kosten. Die Wahlmöglichkeiten in Hinsicht auf die Ausstattung beschränken sich übrigens auf eine einzige Variante. Diese fällt allerdings recht üppig aus und umfasst unter anderem eine ganze Reihe an Airbags, aktive Kopfstützen vorne, das Stabilitätsprogramm ESP, Bordcomputer, Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer, das bereits erwähnte Panoramadach, Klimaanlage und ein CD-Radio mit vier Lautsprechern und Aux-Eingang. Durch optionale Ausstattungspakete lässt sich der Komfort noch verbessern, zur Wahl stehen „Zen“ (unter anderem Klimaautomatik, Intelligenet Key), „Iki“ (16 Zoll-Leichtmetallfelgen, getönte Scheiben) und „Kaado“ (Navigationssystem mit Touchscreen, MP3-fähiges CD-Radio mit sechs Lautsprechern, Rückfahrkamera, flexible Kofferraumabdeckung).


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