Dieser Artikel ist aus: Modellvorstellungen. Er betrifft die Themen: Benzin
Volkswagen Polo GTI, 7-Gang DSG, XDS, Weltpremiere, Automobilsalon Genf
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Weltpremiere in Genf

Volkswagen Polo GTI: Downsizing-Meister

(25.02.2010)

Volkswagen präsentiert das Auto mit den zwei Gesichtern: Auf kurvenreichen Straßen soll sich der kleine GTI wie ein Sportwagen gebärden, an der Tankstelle spielt er überzeugend die Rolle des Asketen.


Dass die neue Polo-Generation über kurz oder lang auch eine sportliche GTI-Version umfassen würde, war eigentlich klar. Ohne jetzt Klischees bemühen zu wollen: Die aktuelle, stark an den größeren Golf angelehnte Designlinie verleiht dem Polo einen erwachseneren und maskulineren Ausdruck, und unter diese dynamisch gezeichnete Karosserie passt ein besonders leistungsstarkes Triebwerk so gut wie noch nie zuvor in der langen Geschichte des Kleinwagen-Klassikers.

 

Keine Enttäuschung gibt es bei dem, was sich Volkswagen als Antrieb für den Polo GTI ausgedacht hat: Ganz im Sinne des Downsizing-Prinzips wird einem vergleichsweise kleinen Benzinmotor (Hubraum 1,4 Liter) via Direkteinspritzung sowie Turbo- und Kompressoraufladung eine beachtliche Leistung eingehaucht: 180 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm sind es im vorliegenden Fall und die sorgen beim 1.184 Kilogramm schweren Polo GTI für beeindruckende Fahrwerte: In nur 6,9 Sekunden beschleunigt der GTI von 0-100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 229 km/h.

 

Mindestens genauso beeindruckend sind die Herstellerangaben für den Durchschnittsverbrauch: Der kleine Sportler soll sich mit 6,0 l/100 km begnügen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 139 g/km und ist ein weiterer deutlicher Beweis, wie schnell es die Automobilhersteller geschafft haben, Fahrspaß und geringe Umweltbelastung unter einen Hut zu bekommen – zumindest auf dem Papier. Denn beim Polo GTI stellt sich die berechtigte Frage, wer im Praxisbetrieb brav mit niedriger Drehzahl dahinrollt und der Versuchung widerstehen kann, die volle Leistung von 180 PS auszuloten, die bei 6.200 U/min anfällt...

 

Eine weitere Aufwertung gegenüber dem Vorgänger (der übrigens 150 PS bereit stellte und nur in der begehrten Cup Edition über jene Leistung verfügte, die man heute im Standard-GTI erhält) besteht in der serienmäßigen Ausrüstung mit dem Siebengang-DSG-Doppelkupplungsgetriebe, das im manuellen Modus nicht nur über den Schalthebel, sondern auch über Schaltpaddles am Lenkrad bedient werden kann. Hinzu kommen noch einige weitere hochaktuelle Technologien: Die elektronische Quersperre (XDS) als Erweiterung der bekannten ESP-Funktionen bringt die Leistung in engen Kurven optimal auf den Boden und als erster Polo verfügt der als Drei- oder Fünftürer erhältliche GTI über optionale Bi-Xenon-Scheinwerfer inklusive Kurvenlicht, LED-Tagfahr- und Positionslicht.

 

Das Fahrwerk wurde für den Sportler in der Polo-Familie nicht nur komplett neu abgestimmt, sondern auch um 15 Millimeter tiefergelegt. Mit den Fünfloch-Leichtmetallrädern vom Typ „Denver“ betont er seine Verwandtschaft zum Golf GTI, darauf montiert sind Niederquerschnittsreifen in der Dimension 215/40 R17.

 

Die Sport-Felgen sind allerdings nicht das einzige äußere Unterscheidungsmerkmal des Polo GTI. Dazu gehören unter anderem auch die beiden roten Zierleisten im Kühlergrill, Schwellerverbreiterungen und Heckspoiler in Wagenfarbe, rot lackierte Bremssättel und ein verchromtes Doppel-Auspuffendrohr. Im Innenraum stechen auf den ersten Blick die Sportsitze mit dem Bezug im klassischen Karo-Design ins Auge, die einen gelungenen Gegenpol zum vorherrschenden Schwarz/Chrom des Interieurs bilden.

 

Der Volkswagen Polo GTI wird im Laufe des Sommers nach Österreich kommen, die Verkaufspreise stehen noch nicht fest.


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