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Mit der Großserientechnik von smart
SMABUG: Der lustigste Käfer der Welt
(mw: 07.11.2007)Die Zeiten, in denen ein Buggy „in“ war, sind eigentlich längst vorüber. Doch jetzt kommt aus Deutschland quasi eine Neuauflage dieses Spaßmobils der Siebzigerjahre – und zwar "en miniature"!
Jens Schauring aus dem deutschen Landesbergen in der Nähe von Hannover zeichnet für den frechen Freizeitflitzer namens „Smabug“ verantwortlich. In einen handgefertigten Gitterrohrrahmen verbaut er kurzerhand smart-Serientechnik und fertig ist die perfekte Mischung aus Buggy und smart – und ein eindrucksvoller Beweis, dass ein sauberes Auto durchaus Spaß machen kann.
Hauptverantwortlich dafür ist das geringe Gewicht: Nur 550 bis maximal 580 Kilogramm bei rund 3 Metern Außenlänge wiegt der Spaßmacher, zu verdanken hat er das seinem handgefertigtem Chassis, das aus einem üppig dimensionierten Gitterrohrrahmen besteht, der äußerst verwindungssteif ist. Den Kontakt zur Straße stellen ein Gewindefahrwerk des Spezialisten KW und groß dimensionierte Reifen her, die dank des 700 ccm großen Dreizlylinder-Turbomotors einiges zu tun haben. Je nach Ausführung des Triebwerks variieren die Fahrleistungen: Das schwächste Aggregat ist der Diesel mit Russpartikelfilter und 30 kW, die Benziner steigern sich von 50 Pferdestärken über deren 60 und 75 bis hin zum Top-Modell mit 100 PS. Mit maximal 4,5 Litern/100 km sollte man bei beherzter Fahrweise das Auslangen finden, der 30-Liter-Tank reicht somit für über 600 Kilometer.
Bis zu 175 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich – ob es wirklich ratsam ist, das Tempo über längere Zeit zu fahren, ist allerdings fraglich. Schließlich fehlen nicht nur die Türen (man klettert einfach über den Gitterrohrrahmen in die Schalensitze), sondern auch das Dach beziehungsweise Verdeck, die Seiten- sowie eine vernünftige Frontscheibe – letztere wird lediglich von einer winzigen „Speedster-Scheibe“ vertreten. Wer das totale Frischlufterlebnis sucht, ist mit dem Smabug also gut beraten, ebenso jene, die tolle Fahrdynamik zum Dumpingpreis haben wollen: Durch seinen niedrigen Schwerpunkt liegt der kleine Flitzer perfekt auf der Straße, die stärkeren Motorvarianten sorgen für sportlichen Vortrieb, der Grenzbereich ist – Leichtgewichtigkeit sei Dank – weit verschoben, trotzdem warten dort keine unliebsamen Überraschungen.
Wer bereits jetzt einen übernatürlichen Wunsch nach dem kleinen Spaßmacher entwickelt, der sei vor einem Nachteil gewarnt: Das lahme, automatisierte Sechsgang-Schaltgetriebe aus dem smart arbeitet auch im Smabug, wodurch die Gangwechsel etwas zäh von statten gehen. Doch selbst wenn die Verwendung der Großserientechnik hier einen kleinen Minuspunkt bringt: Im Großen und Ganzen ist genau das der wirkliche Vorteil des handlichen Flitzers: Sollte mal die Technik streiken oder ein Ersatzteil benötigt werden, kann jederzeit die Fachwerkstätte ums Eck aushelfen, Ingenieurs-Kenntnisse und eine eigene Werkstatt sind nicht erforderlich. Der Preis? In Deutschland ab 18.900,- Euro, bei uns mit NoVA dementsprechend mehr. Einer Straßenzulassung dürfte nichts im Wege stehen, schließlich funktioniert diese bei unseren nördlichen Nachbarn problemlos. Übrigens: Wer noch ein paar Euro übrig hat, kann das eine oder andere Extra bestellen, wie zum Beispiel das „variable Cockpit“: Das ist so genial, dass es sich der Erbauer sogar patentieren ließ: Dabei ist der Beifahrersitz herausnehmbar, der Fahrersitz lässt sich samt Lenkrad in die Mitte verschieben – fürs Formel-1-Fahrgefühl!
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