Dieser Artikel ist aus: Fortschritt. Er betrifft die Themen: SuperEthanol
Renault Sand´up Concept, Dacia Sandero, Renault Design America Latina
zur Diashow (5 Bilder)

Der Wunschtraum des Surfers

Renault Sand´up Concept: Jung und flexibel

(ch: 11.11.2008)

Coupé und Cabrio in einem Fahrzeug gibt es ja bereits, Renault bietet beim Sand´up zusätzlich eine dritte Karosserieoption: Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Prototyp ein Pick Up.


Egal in welcher Karosserieversion der Sand´up gerade auftritt, er zieht alle Blicke auf sich. Ob als robustes Freizeit-Coupé mit deutlicher optischen Verwandtschaft zu echten Geländewagen, ob als extrovertiertes Cabrio mit dem Chic eines Strandbuggys oder als praktischer Pick Up, dem ein Surfbrett als Ladung deutlich besser steht als eine Fuhre Schotter – der Sand´up atmet Lebensfreude und Sorglosigkeit und legt nahe, dass er nicht in einem Designstudio im verregneten Norden Europas entworfen wurde. Für das Aussehen dieses Prototyps zeichnet vielmehr die südamerikanische Dependance „Renault Design America Latina“ verantwortlich, die sich von der jungen und junggebliebenen Lifestyleszene, die an den Stränden Brasiliens zu Hause ist, inspirieren ließ.

 

Trotz seiner Rolle als ungewöhnlicher Trendsetter soll der Sand´up kein teures Fahrzeug sein, deshalb wählte man den bekannt preisgünstigen Dacia Sandero als Basis, der in Südamerika als Renault verkauft wird. Die Frontoptik erinnert noch an den Dacia-Kompaktwagen, sonst ließen die Designer kaum etwas unverändert. Extrem ungewöhnlich sind die beiden komplett aus Glas bestehenden Türen, die mit Hilfe eines Hydrauliksystems nach oben öffnen. Auch bei der Farbgebung bewiesen die Renault-Fachleute viel Gefühl: Die Grundfarbe der Karosserie ist ein elegantes und gleichzeitig zurückhaltendes Graumetallic, Details wie das Hardtop oder die Stoßfänger sind als Kontrast in knalligem Rot lackiert. Auch im Innenraum, der durch die Glastüren wie in einem Schauraum präsentiert wird, dominiert die Farbe Rot. Als 2+2-Sitzer bietet er Fahrer und Beifahrer ausreichenden Komfort im schön geformten Sportgestühl, die hinteren Sitze verschwinden im Wagenboden, wenn der Sand´up zum Pick Up mutiert. Doch damit nicht genug, in dieser Karosserieversion lässt sich auch die Ladefläche um 40 Zentimeter verlängern, was eine Gesamtladelänge von stolzen 1,70 Meter ergibt. Mit der Zuladung von 500 kg bleibt der Transport auch nicht auf Mountainbikes beschränkt, da kann es auch einmal ein Geländemotorrad sein, dass man zu Freizeitzwecken mitnehmen will.

 

Nur wenige Handgriffe sind notwendig, um das Coupé in ein Cabrio zu verwandeln. Dabei bleiben die beiden bis zu den Heckleuchten reichenden Dachrelingsteher aus Aluminium auf ihrem Platz, was nicht nur als Stylingelement wirkt, sondern außerdem die praktische Möglichkeit bietet, Surfbretter oder ähnliches zu transportieren. Der Einfallsreichtum der südamerikanischen Renault-Dependance beschränkt sich allerdings nicht auf die flexible Karosserielösung. Detaillösungen wie die kleinen Kameras, die die Aufgabe von Rückspiegeln übernehmen, oder die in der Rückenlehne der Vordersitze integrierten Koffer, die das Gepäck für die Wochenendreise aufnehmen, zeugen von einem bis zuletzt durchgedachten Gesamtkonzept.

 

Angetrieben wird der Sand´up von einem 1,6 Liter-Benzinmotor, der wahlweise auch mit SuperEthanol betrieben werden kann, was in Südamerika eine weitverbreitete Treibstoffalternative ist. Ob der Sand´up in Serie geht, ist unklar. Zu wünschen wäre es, würde er doch gerade jetzt im grauen November südamerikanische Lebensfreude in unsere Breiten transferieren.

 


zum Seitenanfang
© 2010 saubereAutos.at