Dieser Artikel ist aus: Fortschritt. Er betrifft die Themen: Strom
ÖAMTC, Akademie, Elektromobilität, Elektrofahrzeug, Modellregion Vorarlberg
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Symposium der ÖAMTC Akademie

Elektromobilität einst und jetzt

(17.05.2009)

Am vergangenen Donnerstag fand das 100 Jahr-Jubiläum des ÖAMTC-Tirol statt. Ein guter Grund, gleichzeitig eine Rückschau zu halten und einen Blick nach vorne zu wagen – anhand eines brandaktuellen Themas: der Elektromobilität.


„Von Legenden und Hoffnungsträgern – Elektromobilität einst und jetzt“ war der Titel des von der ÖAMTC Akademie veranstalteten Festsymposiums aus Anlass des 100. Geburtstags des ÖAMTC Tirol. Dass es sich beim elektrischen Antrieb um keine Erfindung der letzten Jahre handelt, ist bekannt, doch bisher stand diese Alternative noch nie derart im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. „Neu ist, dass in der Elektromobilität die Lösung für dringende aktuelle Probleme liegen könnte“, sagt Christine Zach, Leiterin der ÖAMTC Akademie. „Die Elektromobilität bietet konkrete Chancen auf eine urbane Mobilität mit möglichst geringen Emissionen.“ Günther Brauner vom Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien bestätigte, dass die technischen Voraussetzungen für den Einsatz im städtischen Bereich bereits gegeben wären. Das bestätigte auch Automobilkonstrukteur Ernst Fiala, sprach allerdings auch das Problem der geringen Reichweite und der hohen Gesamtkosten an.

 

Gerhard Günter präsentierte, wie Elektromobilität bereits heute in der Praxis eingesetzt wird. Im Rahmen des Projekts „Modellregion Vorarlberg“ soll ein Flottenversuch mit 100 Fahrzeugen Erkenntnisse über die Alltagstauglichkeit, den Verbrauch, die Reichweiten, Servicekosten und verschiedenen Akkutechnologien vermitteln: „Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden Mobilitätskonzepts, das neben dem Fahrzeug und der Finanzierung auch die Bereitstellung der Tankstationen und der notwendigen erneuerbaren Energie sichert“, so Günter. Jörg Beckmann, Geschäftsführer der Mobilitätsakademie des Touring Club Suisse, sieht in einem integrierten Verkehrssystem die Basis, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer bestmöglich befriedigen zu können. Die Elektromobilität biete ideale Voraussetzungen für ein derartiges System – bei einem gleichzeitig minimalen Risiko für Menschen, Natur und Ökonomie. Andreas Heis, Direktor des ÖAMTC Tirol, nannte noch einmal die Grundvoraussetzungen für eine Elektrifizierung des Individualverkehrs: An erster Stelle sieht er die Einbindung erneuerbarer Energie in die Stromversorgung, wichtig seien allerdings auch die Ladeinfrastruktur, der Fahrspaß, die Sicherheit der Batterien, die Alltagstauglichkeit und Lebensdauer der Fahrzeuge und Akkus – und natürlich auch der Preis. Deshalb sieht Hannelore Weck-Hannemann von der Universität Innsbruck auch in Subventionen und Steuererleichterungen einen zusätzliche Anreiz.

 

Wie weit die Automobilindustrie tatsächlich ist, demonstrierte Autobauer Alois Ruf anhand des spektakulären eRUF. Dieses Elektro-Fahrzeug soll noch heuer an die ersten Kunden ausgeliefert werden.


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