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Hybridantrieb für Europa
Kia Hybrid: Zwei Versuchsfahrzeuge auf der IAA
(ch: 21.09.2009)Die Modelle cee´d und Sorento wurden soeben in überarbeiteter Form präsentiert. Wie es bei den beiden antriebstechnisch weitergehen könnte, zeigen zwei Studien, die in Frankfurt gezeigt wurden.
Während einige Hersteller Fahrzeuge entwickeln, die am Weltmarkt Erfolg haben sollen, geht Kia einen anderen Weg. Die Koreaner versuchen, auf die besonderen, kontinentspezifischen Vorlieben der Autofahrer einzugehen. Fahrzeuge für den europäischen Markt entwickelt Kia in Europa im konzerneigenen Forschungszentrum. Mit großem Erfolg, das zeigen unter anderem der kompakte cee´d und das SUV Sorento. Zwei Modelle, die mitgeholfen haben, dass sich Kia zu einer fixen Größe am europäischen Markt etablieren konnte.
Beide Modellreihen wurden nun überarbeitet und sind in der neuen Form ab sofort auch in Österreich verfügbar. Und dass der cee´d nun in fast allen Varianten serienmäßig über das Start/Stopp-System ISG verfügt, weist bereits auf den nächsten logischen Schritt hin. Im Rahmen der IAA präsentierte Kia zwei Konzeptfahrzeuge mit Hybridantrieb, die im europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum entstanden sind und in den kommenden Monaten umfangreiche Testfahrten auf europäischen Straßen absolvieren werden, um den Technikern genaue Daten für eine eventuelle Serienfertigung zu liefern.
Der Kia cee´d Hybrid baut auf dem Antrieb des Forte LPI Hybrid auf. Bei letzterem handelt es sich um ein spezielles Modell für den koreanischen Heimmarkt (natürlich nimmt Kia auch auf die Bedürfnisse der eigenen Landsleute Rücksicht), das ein mit Flüssiggas betriebenes Verbrennungstriebwerk mit einem Elektromotor kombiniert. Beim cee´d wird der 1,6 Liter-Motor mit Benzin betrieben und von einem 20 PS starken Wechselstrom-Synchronmotor ergänzt. Die Kraftübertragung erfolgt über das konzerneigene stufenlose Automatikgetriebe CVVT. Auch das Start/Stopp-System ISG kommt beim cee´d Hybrid zu einem weiteren Einsatz. Die elektrische Energie wird in einer Lithium-Polymer-Batterie gespeichert, die seitlich des Benzintanks positioniert ist. Kia gibt folgende Daten bekannt: Beschleunigung von 0-100 km/h in 11,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h, CO2-Ausstoß 96 g/km. Letzteres entzstpricht einer Verringerung um 25 Prozent gegenüber dem konventionellen cee´d 1,6 CVVT.
Die Sorento Hybridstudie verfügt hingegen über einen völlig neu entwickelten Antriebsstrang. Das 1,6 Liter-Turbodieselaggregat, das bereits im Soul zum Einsatz kommt, wurde mit einem zweiten Turbolader versehen, wodurch die Leistung auf 163 PS angehoben werden konnte. Dazu kommt ein 40 PS starker Elektromotor, der zusammen mit dem Dieseltriebwerk über ein ebenfalls neues Doppelkupplungsgetriebe die Vorderräder antreibt. Unterhalb des Gepäckraums sind die Lithium-Polymer-Batterie, der Inverter und Konverter untergebracht.
Um die Effizienz des Hybrid-SUVs noch weiter zu steigern, kümmerten sich die Techniker auch um die Bereiche Fahrzeuggewicht und Luftwiderstand. So wiegt die Studie um acht Prozent weniger als ein herkömmlicher Sorento und verfügt überdies über eine ganze Reihe an aerodynamischen Hilfsmitteln wie Luftleitblechen am Unterboden, spezielle Felgen und ein tiefer gelegtes Fahrwerk. Der Lohn der Mühe ist ein CO2-Ausstoß von 119 g/km, ganze 30 Prozent weniger als bei einem Serien-Sorento.
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