Dieser Artikel ist aus: Fortschritt. Er betrifft die Themen: Autogas, Hybrid und Wasserstoff
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Vorstellung auf der Seoul Motor Show

Forte LPI Hybrid: Erstes Hybrid-Serienmodell von Kia

(ch: 25.03.2009)

„Eco Dynamics“ heißt das neue Umweltlabel von Kia. Die Koreaner stellen es im Rahmen der Seoul Motor Show anhand zweier Modell vor: des Forte LPI Hybrid sowie des noch einmal verbesserten Brennstoffzellen-Fahrzeugs Mojave FCEV.


Die künftige nachhaltige Unternehmens- und Produktpolitik unterstreicht der koreanische Automobilhersteller Kia mit zwei Worten, zusammengefasst in einem Label: „Eco Dynamics“. „Eco“ steht dabei sowohl für Ökologie als auch für Ökonomie, „Dynamics“ bedeutet, dass Fahrspaß und Dynamik nicht der Nachhaltigkeit geopfert werden. Um dieses Bekenntnis zu einer umweltfreundlichen Konzernstrategie gleich mit handfesten Ergebnissen zu untermauern, präsentiert Kia anlässlich der Seoul Motor Show Anfang April zwei Modelle, die hinsichtlich ihrer Antriebstechnik genau den selbst gesetzten Zielen entsprechen.

 

Beim Kia Forte handelt es sich um eine neue viertürige Stufenhecklimousine, die in Korea die Nachfolge des Modells Cerato antritt. Auf Basis dieses Kompaktfahrzeugs stellen die Koreaner nun das erste serienmäßige Hybridmodell der Marke unter der Bezeichnung Forte LPI Hybrid vor. Das Kürzel „LPI“ weist auf eine weitere Besonderheit des Modells hin: Das 1,6 Liter-Triebwerk, das zusammen mit dem Elektromotor für den Antrieb sorgt, ist auf den Betrieb von Autogas (LPG) ausgelegt und macht sich die deutlich schadstoffärmere Verbrennung dieses alternativen Treibstoffs in Vergleich zu Benzin oder Diesel zunutze. Aufgrund des geringeren Energiegehalts von Autogas fällt allerdings der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Benzinbetrieb höher aus: Kia gibt für den Forte LPI Hybrid einen LPG-Verbrauch von 5,8 l/100 km an, was einem Benzinverbrauch von rund 4,7 l/100 km entspricht. Abgesehen vom Umweltvorteil kann sich der Besitzer eines Autogas-betriebenen Fahrzeugs auch über dessen Wirtschaftlichkeit freuen – vor allem in Korea, wo Autogas kaum mehr als die Hälfte von Benzin kostet. Durch diese länderspezifische Besonderheit erklärt sich auch die ungewöhnliche Kombination aus Elektro- und Autogasantrieb beim neuen Kia-Modell. Ungewöhnlich ist auch die Batterie, die bei diesem Fahrzeug zum Einsatz kommt: Der Kia Forte LPI Hybrid ist das erste serienmäßige Hybridmodell, das platzsparende und leistungsstarke Lithium-Polymer-Akkus zur Speicherung der elektrischen Energie verwendet. Bereits im August dieses Jahres wird Kias erstes Hybrid-Serienmodell bei den koreanischen Händlern stehen.

 

Unter „Eco Dynamics“ fällt allerdings nicht nur die Hybridtechnologie. Kia arbeitet ebenfalls an der Alltagstauglichkeit des Brennstoffzellenantriebs und zeigt in Seoul den Mojave FCEV. Dieser feierte bereits im Herbst 2008 auf der Los Angeles Autoshow seine Premiere und präsentiert sich nun in einer verbesserten Form. Beim großen SUV-Modell, das auf der i-blue-Plattform aufbaut, ist die Brennstoffzelle nicht im Motorraum, sondern zwischen den Achsen unter dem Fahrzeugboden untergebracht – das sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und schlägt sich in einem ausgewogenem Fahrverhalten nieder. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Kondensator sowie einen Rekuperationssystem zur Rückgewinnung der Bremsenergie zeichnet sich der 115 kW starke Mojave FCEV zumindest auf dem Papier durch seine Alltagstauglichkeit aus: Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 160 km/h, die auf der Strecke San Francisco-Los Angeles ermittelte Reichweite liegt bei 754 Kilometern. Kia hat die Brennstoffzellentechnik selbst entwickelt und konnte dank der jetzt verwendeten Plattformtechnologie die Produktionskosten des Mojave FCEV gegenüber dem Vorgänger um die Hälfte senken – auch das wäre ein weiteres Argument für eine Serienfertigung. Abhängig ist diese allerdings von einer flächendeckenden Versorgung mit Wasserstoff; von einer entsprechenden Infrastruktur sind wir aber leider noch weit entfernt.


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