Dieser Artikel ist aus: Fahrberichte. Er betrifft die Themen: Hybrid
Lexus RX 400h: Sparen ist angesagt
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Technische Daten im Vergleich

Lexus RX 400h President
Motor Ottomotor + 2 Elektromotoren
Zylinder V6
Hubraum 3311 ccm
Leistung 155/211 + 122/167 + 50/68 KW/PS
Systemleistung 200/272 KW/PS
Drehmoment ges. 750 Nm

Kraftübertragung elektrischer Allradantrieb, kontinuierliches, variables Getriebe (CVT)

Bremsen ECB, EBD, VSC; Scheibenbremsen, vorne innenbelüftet

Abmessungen
L/B/H 4760/1845/1680 mm
Radstand 2720 mm
Kofferraumvolumen 439 l

Gewichte
Leergewicht 2000-2040 kg
zulässiges Gesamtgew 2505 kg
Anhängelast 2000/700 kg

Fahrleistungen
0-100 km/h 7,6 sec.
Vmax 200 km/h

Verbrauch
Werk (Stadt/Land/ges.) 9,1/7,6/8,1 l
CO2 Emissionen 192 g/km

Luxus-SUV mit Umweltgedanken

Lexus RX 400h: Sparen ist angesagt

(as: 24.08.2007)

Niemand kauft sich ein SUV, um zu sparen. Da macht auch der Lexus RX 400h trotz Hybridantrieb keine Ausnahme. Aber das Gefühl, beim Betätigen des Gaspedals am Beginn einer neuen Zeitrechnung zu stehen, ist durch nichts zu ersetzen.


Der beliebte Leitspruch: „Hubraum kann durch nichts ersetzt werden“, immer wieder gerne ergänzt um den Zusatz: „außer durch noch mehr Hubraum“, wird von den Japanern lächelnd ausgehebelt. Lexus hat vor einiger Zeit beschlossen, ihr Budget in die Hybridtechnologie zu investieren und hat damit eine goldrichtige Entscheidung getroffen, wie die weltweit zu betrachtenden Verkaufszahlen bestätigen.

 

211 PS aus 3,3 Liter Hubraum sind ohne Frage eine gute Ansage, aber erst die zwei Elektromotoren mit 167 PS (Vorderachse) und 68 PS (Hinterachse) machen das Kraut so richtig fett. Einfach addieren gilt nicht: mit dem Benziner und umgerechnet 61 PS Batterieleistung steht eine Systemleistung von 272 PS auf Abruf parat. Noch besser ist das auf der Drehmomentseite. Phänomenale 750 Nm wirken auf vier Räder, der Lexus hebt sich beim Gaspedal-Kickdown nahezu lautlos in eine bisher ungeahnte Art von Bewegung, die ohne Unterlass vorwärts drängt – wie ein Flieger auf der Startbahn, wenn man sich das lästige Geräusch der Triebwerke wegdenkt. Vom tiefsten Keller bis in lichte Drehzahlhöhen ohne jede Zugkraftunterbrechung: Das macht ihm so schnell keiner nach. 

Die im Klassenvergleich niedrige Eigenmasse von knapp 2 Tonnen macht sich auch bei den Stammtischvergleichen positiv bemerkbar: Von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden, 200 km/h Spitze auf der deutschen Autobahn. Und wenn wir schon Zahlen auf den Tisch knallen, darf man den Spritkonsum nicht vergessen 8,1 Liter als Gesamtschnitt, für den Stadtverkehr stehen 9,1 Liter auf 100 Kilometer am Datenblatt. Wenn Sie inmitten des Drehmomentwunders ein Automatikgetriebe statt einer Handschaltung vermuten, haben Sie nicht ganz unrecht. Denn bekanntlich neigen bereits chipgetunte Drehmomentriesen der Golfklasse dazu, Seriengetriebe zu Feinstaub zu verarbeiten.

 

Die Lexus-Ingenieure setzen beim RX 400h auf ein Planetengetriebe, das auch als Kraftweiche zwischen Benzinmotor, Elektromotoren und Generator funktioniert und so nebenbei die Kardanwelle in den Tabernakel der Geschichte entsorgt.

 

Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten gilt Allradantrieb: Die Batterie füttert beide Elektromotoren. Erst bei höheren Geschwindigkeiten wird vom Motor- und Antriebsmanagement nahtlos auf Frontantrieb umgeschwenkt. Der Ottomotor treibt sowohl die Räder an als auch einen Generator: nicht benötigte Antriebskraft lädt somit die Batterie auf. Ein gewünschter Beschleunigungsvorgang aktiviert zusätzlich den Elektromotor der Hinterachse, das genauso bei mangelnder Traktion der Vorderräder oder beim Kurvenfahren. Auch beim Bremsen ist Allradantrieb angesagt: Bei der sogenannten Rekuperation arbeiten die E-Motoren jedoch als Generatoren und wandeln die Bewegungsenergie in Batterieladung um. Beim Stillstand wird der Benziner automatisch abgedreht, weil ihn da ja keiner braucht. In welche Richtung beim Fahren gerade die Energieflüsse geleitet werden, zeigt ein Monitor in der Mittelkonsole laufend in Echtzeit an.

 

Wo so viel Licht ist, muss auch Schatten sein. Neben einer eher geringen Zuladung durch das Zusatzgewicht der Elektroabteilung ist natürlich auch mit höheren Anschaffungskosten im Vergleich mit dem benzinbetriebenen RX 350 zu rechnen. Dafür bekommt man hervorragende Fahreigenschaften, eine perfekte Verarbeitung und die komplette Luxusausstattung - und dazu noch ein reines CO2-Gewissen.


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