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Honda Insight 1,3 Elegance
| Motor | |
|---|---|
| Zylinder | 4 Reihe |
| Hubraum | 1339 ccm |
| Leistung | 65/88 KW/PS |
| Drehmoment | 121 Nm |
| Kraftübertragung | Vorderradantrieb, CVT-Automatikgetriebe |
| Bremsen | Scheiben, vorne innenbelüftet |
| Abmessungen | |
| L/B/H | 4395/1695/1425 mm |
| Radstand | 2545 mm |
| Kofferraumvolumen | 339-584 l |
| Gewichte | |
| Leergewicht | 1276 kg |
| zulässiges Gesamtgew | 1650 kg |
| Fahrleistungen | |
| 0-100 km/h | 12,4 sec. |
| Vmax | 182 km/h |
| Verbrauch | |
| Werk (Stadt/Land/ges.) | 4,7/4,5/4,6 l |
| Teststrecke (ges.) | 4,2 l |
| CO2 Emissionen | 105 g/km |
| Abgasnorm | Euro 5 |
| Preis | |
| Basispreis | 19.990,- Euro |
| Preis Testwagen | 22.790,- Euro |
Weiterführende Links
Blaues Rasen und grünes Gleiten
Honda Insight: Hasenjagd im Tarnanzug
(jmm: 20.04.2009)Mit dem neuen Insight taucht moderne Hybridtechnik in einem Vollwert-Auto erstmals um weniger als 20.000,- Euro in den Preislisten auf. Wurde hier zu viel gespart oder ist alles so wie es sein soll? Der neue Honda im saubereAutos.at-Praxistest.
Wie weit Theorie und Praxis von einander entfernt sein können, hat uns Honda mit dem ersten Insight bereits verraten. Vor knapp zehn Jahren hat sich zumindest hierzulande niemand für den ersten Insight interessiert, der als Zweisitzer mit einem Eigengewicht von weniger als 900 Kilogramm, einem Verbrauch von nur 3,4 Litern Benzin und einem Preis auf Sportwagenniveau gleich gar nicht offiziell in den Europa-Import aufgenommen wurde. Seit dieser Zeit hat sich bei Honda viel getan. Der neue Insight wiegt 400 Kilogramm mehr, bietet Platz für fünf und Gepäck und verbraucht laut Werk dabei nur 4,4 Liter auf einhundert Kilometern. Viel wichtiger als diese Fakten aber ist der Preis. Bereits ab 19.990,- Euro darf man jetzt in einem neuen Insight Platz nehmen, das von uns gefahrene Topmodell Elegance steht mit ebenso fairen 22.790,- Euro in der Preisliste.
Frühmorgens bei Honda Austria. Ein Parkplatz voller Insights. Dank der Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung ist unser Kandidat schnell ausgemacht. In schlichtes (aufpreispflichtiges) Weiß gekleidet wirkt er so unauffällig, dass man mit ihm vermutlich Bäume stehlen könnte und nie verdächtigt werden würde. Dass drinnen Elegance und nicht Basis oder Comfort steckt, verraten die 16 Zoll-Leichtmetallfelgen, die die Werksangabe von 4,4 auf 4,6 Liter anheben, sowie die Einparkhilfesensoren an der hinteren Stoßstange. Der erst seit kurzer Zeit aktiven Sonne hat der Innenraum getrotzt und begegnet uns daher mit unerwarteter, aber nicht unangenehmer Frische. Dazu passen auch die straffen Sitze, das vielfach verstellbare Multifunktionslenkrad und die eindrucksvoll aufflammenden Lichtergalerien am Armaturenbrett. Da kommt es dann fast einer technischen Ohrfeige gleich, dass hier noch ein ganz banaler Zündschlüssel in einem ebensolchen Schloss gedreht werden muss, um den Vierzylinder zum Leben zu erwecken. Unsere diesbezügliche Subjektivität drückt sich aber auch dadurch aus, dass das abschaltbare ESP und die klassische Handbremse ganz hervorragend zum Insight passen – speziell dann, wenn man im Winter Schleuderkurse bucht und dabei auch etwas lernen will. Ist der Motor erst einmal an, heißt es sich aufs Fahren zu konzentrieren, will man sich doch so ökonomisch wie nur irgendwie möglich fortbewegen. Das Schalten übernimmt dabei das CVT-Automatikgetriebe. Einmal auf D gestellt, lässt es sich fortan durch den Gasfuß steuern. Die Sport-Stellung der Automatik wird jeder einmal probieren und fortan vergessen, gleiches gilt für die Schaltpaddels hinter dem Lenkrad, die dann und wann aus Spaß an der Freude verwendet werden und Bestandteil des Elegance-Pakets sind.
Ganz einfach macht es einem der Honda Insight nicht, vom ersten Meter an als Sparefroh und Umweltfreund aufzutreten. Wer nicht weiß, dass die blaue Tachobeleuchtung darauf hinweist, dass hier unnötig Sprit verschwendet wird, findet sie schön und wundert sich, wenn sie bei korrekter Fahrweise auf Grün wechselt. Gleiches gilt für die Multifunktionsanzeige, die sich im Infield des Drehzahlmessers findet. Die Eco-Wertung drückt sich hier laut Prospekt in Pflänzchen aus. Wem das nicht bekannt ist, hält die Pflänzchen für Hasen und dazugehörige Löffel und eröffnet die Hasenjagd – gilt es doch, bei Fahrtende fünf Hasen oder besser noch zehn Löffel vorweisen zu können. Zwischendurch lässt sich noch mit allerlei Tricks die Batterie laden, und so starten wir auf die saubereAutos.at-Testrunde mit dem Ziel, stets eine volle Batterie und fünf Hasen an Bord zu haben. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, bei der das Zusammenspiel von weichem Gasfuß und vorausschauender Fahrweise geübt wird, funktioniert die Sache ganz hervorragend. Die Testrunde mit abgedrehter Klimaanlage und gefühlten 40 Grad an Bord absolviert der Insight mit sensationellen 4,2 Litern Durchschnittsverbrauch (Bordcomputeranzeige 4,1 Liter), und dies trotz der schönen großen Räder.
Ist der Innenraum erst wieder abgekühlt, was dank der kräftigen Klimaautomatik schnell passiert, lässt es sich fortan gut im Honda leben. Im Stadtverkehr erfreut er nicht nur durch die Start/Stopp-Automatik, sondern auch durch Wendigkeit und gute Übersichtlichkeit nach vorne und zur Seite, Überland sind die vorhandenen 88 PS völlig ausreichend und auch auf der Autobahn geht es bei Bedarf zügig dahin, wenngleich bei höheren Drehzahlen von einer Geräuschkulisse begleitet, die das Automatikgetriebe zu verantworten hat.
Nach der mehrstündigen Testfahrt ist vieles klar. Der Insight bietet viel Hybrid-Auto um einen sehr günstigen Preis, nicht fürstliche, aber locker ausreichende Platzverhältnisse und durch sein straffes Fahrwerk auch echt umweltfreundlichen Kurvenspaß. Für künftige Hasenjagden und das neu entdeckte Batterieladespiel wünschen wir uns einen doppelt so starken Elektromotor, der aus einer doppelt so starken, aber nur halb so schweren Batterie gespeist wird, und einen Startknopf anstatt des Schlüssels. Dafür sind wir dann – ebenso wie vermutlich viele andere – bereit, auch ein paar Euro mehr zum Honda-Händler unseres Vertrauens zu tragen. Bis dahin bleibt uns aber vermutlich genug Zeit, das aktuelle Modell in vollen Zügen zu genießen und dabei die Umwelt zu entlasten, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen.
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