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Nissan Note 1,5 dCi Tekna
| Nissan Note 1,5 dCi Tekna | |
|---|---|
| Motor | Viertakt-Turbodieselmotor |
| Zylinder | 4 |
| Hubraum | 1461 ccm |
| Leistung | 76/103 KW/PS |
| Drehmoment | 240 Nm |
| Kraftübertragung | 6-Gang-Schaltgetriebe |
| Bremsen | innenbel. Scheibenbremsen vorne, Trommelbremsen hinten |
| Abmessungen | |
| L/B/H | 4100/1691/1550 mm |
| Radstand | 2600 mm |
| Kofferraumvolumen | 280-1332 l |
| Gewichte | |
| Leergewicht | 1278 kg |
| zulässiges Gesamtgew | 1641 kg |
| Anhängelast | 900/510 kg |
| Fahrleistungen | |
| 0-100 km/h | 11,1 sec. |
| Vmax | 180 km/h |
| Verbrauch | |
| Werk (Stadt/Land/ges.) | 5,8/4,7/5,1 l |
| Teststrecke (ges.) | 4,9 l |
| CO2 Emissionen | 136 g/km |
| Preis | 23.890,- Euro |
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Das Ergebnis langjähriger Erfahrung im Segment
Nissan Note 1,5 dCi Tekna: Das Auto zur Zeit
(ch: 16.11.2009)Außen kompakt und dezent, innen geräumig und üppig – der Nissan Note Tekna ist das perfekte Auto, um still und heimlich alle Annehmlichkeiten des Autofahrerlebens genießen zu können. Ein sparsamer Verbrauch rundet das gelungene Paket ab.
Das auffälligste äußere Merkmal an unserem Testfahrzeug war die Metallic-Lackierung im Farbton „Emotion Red“. In allen anderen Bereichen hält sich der Nissan Note in seinem Auftreten vornehm zurück. Was keineswegs heißen soll, dass sein ganz individueller Charakter nicht genügend ausgeprägt ist, ganz im Gegenteil: Der Note will entdeckt werden. Gestatten Sie mir eine nicht unbedingt beabsichtigte Anspielung auf den Modellnamen: Wie ein späterer Lieblingssong, der einem beim ersten Anhören noch ein bisschen ratlos lässt, und einem dann bei weiteren Hördurchgängen durch das Entdecken liebevoller Details immer mehr ans Herz wächst, verzichtet auch der Note auf oberflächliche Sensationen, die sich rasch abnutzen, gibt seine ausgewogene Designlinie erst nach einiger Zeit in ihrer Gesamtheit preis und erzielt damit eine deutlich langfristigere Wirkung.
Die Front stellt die perfekte Verbindung zwischen Merkmalen, die den Note sofort als Nissan-Familienmitglied ausweisen, und einer ganz eigenen, ausgeprägten Identität dar. Als Beispiel sollen hier die Scheinwerfer dienen, die in ihrer skulpturhaften Froschäugigkeit an den Micra erinnern, diese jedoch in eine deutlich dynamischere Form umsetzen. Die hoch angesetzten, weit ins Fahrzeugdach hineingezogenen Heckleuchten sind hingegen ein ganz eigenständiges Note-Feature; hier erlaubte sich das Entwicklungsteam sogar eine untypische Verspieltheit. In der Seitenansicht haben die Designer nüchtern alle Tücken des Segments gekonnt umschifft: Die erhöhte Sitzposition und das maximale Raumangebot auf beschränkter Fahrzeuglänge, die einen Kompaktvan ausmachen, können leicht zu einem etwas unbeholfenen, von Kompromissen geprägten Erscheinungsbild führen. Nicht so beim Note: Die Linie der Seitenscheiben entspricht ganz den aktuellen Designströmungen und den Blechflächen wurde durch das Anbringen von Leisten im unteren Bereich der Türen sowie ein dezentes Ausstellen der Radhäuser die Wucht genommen. Erfahrung hat der japanische Hersteller in diesem Bereich ja genügend: Sieht man einmal vom Kompaktvan-Pionier Fiat ab, der dieses Fahrzeugkonzept mit dem Modell 600 Multipla schon in den 1950er-Jahren aus der Taufe hob, zählte Nissan zu den ersten Anbietern entsprechender Fahrzeuge: Bereits 1982 wurde der dem Zeitgeschmack entsprechend kantige Prairie in Europa vorgestellt, heute ist man in diesem Segment bereits so weit, dass man maximalen Innenraum in einem Fahrzeug unterbringt, das optisch das Bindeglied zwischen einem klassischen Pkw und einem herkömmlichen Kompakt-Van darstellt.
Mit dem Einsteigen in unser Testexemplar hat man das Gefühl, in ein übergeordnetes Fahrzeugsegment zu wechseln: In der Topausstattung Tekna bietet der Note im Innenraum Features, die man ihm – ohne ihm zu nahe treten zu wollen – nicht zugetraut hätte. Ein höhenverstellbarer Fahrersitz, ein Lederlenkrad mit Fernbedienung für das Audiosystem, Bordcomputer, Freisprecheinrichtung und Geschwindigkeitsregelanlage, Mittelarmlehnen und eine Pedalerie in Aluminiumoptik schön und gut, Rückfahrsensoren, Regen- und Lichtautomatik und eine Klimaautomatik meinetwegen, aber eine Teillederverkleidung, ausklappbare Tischchen an den Vordersitzlehnen, Keyless Entry- und Start und ein Navigationssystem mit 5 Zoll-Farbdisplay und Touchscreen?
Nein, das ist kein speziell präpariertes Testauto, um die Fachpresse gnädig zu stimmen. Einen derart ausgestatteten Note (bis auf die optionale Metalliclackierung sind übrigens alle Features Serienbestandteil der Tekna-Ausstattung) kann jeder beim Nissan-Händler bestellen. Dieses Modell ist nichts anderes als die konsequente Umsetzung dessen, was der Markt zur Zeit verlangt. Gehörte es früher zum guten Ton, seinen Wohlstand auch in Form eines luxuriösen fahrbaren Untersatzes zu präsentieren, so neigen heute viele Autokäufer zum Understatement und zum Erwerb eines kleineren Fahrzeugs. Weitere Ursachen für diesen Trend findet man in der Verkehrssituation und der Parkplatznot in den Großstädten sowie der gewachsenen Sensibilität hinsichtlich der Schadstoffemissionen. Wirtschaftliche Gründe tragen weniger dazu bei, denn Marktforscher beobachten ein deutlich gewachsenes Kundeninteresse an den höheren und höchsten Ausstattungslinien entsprechender Modelle. Wenn schon ein kleineres Auto, dann soll dieses auch alles bieten, was man bisher gewohnt war – und vielleicht sogar mehr, wie der Nissan Note Tekna. Dass der Regensensor nicht ganz Herr der Wettersituation ist, und sich bei praktisch trockenem Bedingungen die Scheibenwischer wund fegt, um bei strömenden Regen sparsam auf Intervall zu schalten, tut dem Vergnügen keinen Abbruch.
Die Erfahrungen Nissans im Bau von Kompaktvans zeigen sich auch im Platzangebot, das unter anderem Folge aus dem vergleichsweise großen Radstand von 2,60 Metern bei einer Fahrzeuglänge von 4,10 Metern ist. Vier Personen finden im Note jene Bewegungsfreiheit, die auch längeren Fahrten zu einem entspannten Erlebnis machen, im Fond lässt sich die Beinfreiheit durch die in Längsrichtung verschiebbare Rücksitzbank auf ein Maß erweitern, das klassenuntypisch ist. Wer größere Gegenstände zu transportieren hat, rückt die Fondsitze wieder nach vorne, und vergrößert die Ladekapazität von 280 auf 437 Liter. Bei umgelegter Lehne steht ein Volumen von 1.332 Litern zur Verfügung. Das Flexiboard-System bietet darüber hinaus ein separates kunststoffbeschichtetes Fach unter einer teppichbezogenen Abdeckung im Kofferraumboden.
Wer die üppige Tekna-Ausstattung in Kombination mit einem CO2-Ausstoß unter der 140 g/km-Grenze genießen will, wählt den 1,5 dCi-Dieselmotor in der 103 PS-Ausführung, für den Nissan einen Durchschnittsverbrauch von 5,1 l/100 km (136 g/km CO2) angibt und der auch unserem Testfahrzeug als Antrieb diente. Im kalten Zustand meldet sich der Selbstzünder vernehmbar zu Wort, beruhigt sich mit zunehmender Betriebstemperatur dann allerdings recht bald und beginnt selbstbewusst seine Tugenden zu demonstrieren. Kraft hat das Common-Rail-Aggregat genügend: 240 Nm stellt der Turbodiesel ab 2.000 U/min zur Verfügung. Gefühlt würde man diesen Wert höher einschätzen und gleichzeitig niedrigeren Drehzahlen zuordnen, denn auch im Stadtgebiet kann man bedenkenlos im fünften oder sechsten Gang dahinrollen und bei Bedarf ruckfrei beschleunigen. Was sich also bereits im Fahrbetrieb angedeutet hat, findet an der Tankstelle seine Bestätigung: Durchschnittlich 4,9 Liter benötigte der Note während unseres Tests und erhält dadurch Zugang zum exklusiven Club jener Fahrzeuge, bei denen wir die Werksangabe sogar noch unterschreiten konnten – im Falle des Note um 0,2 Liter. Mehrverbrauch durch Mehrausstattung ist beim Nissan-Kompaktvan also kein Thema: Als perfekter Kavalier liest er seinen Fahrgästen jeden Wunsch von den Lippen ab und gibt sich selbst mit dem Allernotwendigsten zufrieden.
Dass auch die Sicherheitsausstattung lückenlos ist, muss wohl kaum mehr dazu gesagt werden: Airbags gibt es rundum, vorne sind aktive Kopfstützen montiert, hinten sind serienmäßig Isofix-Kindersitz-Befestigungspunkte vorgesehen. Das gute Fahrwerk findet die Mitte zwischen sportlicher Straffheit und sanftem Komfort und wird im Falle des Falles vom serienmäßigen Stabilitätsprogramm ESP unterstützt.
Mit dem Note 1,5 dCi Tekna sollte Nissan also den derzeit vorherrschenden Zeitgeschmack punktgenau treffen: Dieses Modell trägt nach außen hin nicht dick auf und lässt im Innenraum keine Komfortwünsche offen, bietet erstaunlich viel Platz (vor allem für die Fondpassagiere) und bewegt sich dennoch wendig durch den dichtesten Stadtverkehr. Abgerundet wird das gelungene Paket durch einen zeitgemäß sparsamen Treibstoffverbrauch. Dass dieses Kompaktfahrzeug dann 23.890,- Euro (inkl. NoVA und MwSt.) kostet, ist die Kehrseite der Medaille – ein angemessener Preis in Hinsicht auf das Gebotene und die Ausstattung, die einer höheren Fahrzeugklasse entspricht. Vor einigen Jahren hätte man allerdings um diese Summe eine ähnliche Ausstattung in einem Vertreter genau jener höheren Fahrzeugklasse bekommen und damit auch mehr nach außen getragenes Prestige – aber genau das wollen wir ja nicht mehr.
Den Nissan Note gibt es übrigens bereits um ganze 9.000,- Euro günstiger. Als 1,4 Visia bietet er dasselbe Raumangebot, dasselbe gefällige Design, und einen ähnlich sparsamen (in diesem Fall: Benzin-)Motor, der sich laut Nissan mit 5,9 l/100 km (139 g/km CO2) begnügt – minus der besonders umfangreichen Ausstattung, die für uns allerdings eine der Hauptattraktionen des japanischen Kompakt-Vans ausmacht.
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